31/01/2009

get your necks to crack around

Verschlingende Münder, fremde Hände auf ihrem Körper;
ich drehe mich weg. Das Licht zuckt, zerreißt den Moment in viele kleine Schnipsel. Ein flüchtiger Blick. Ein geschlossenes Augenpaar. Zerwühlte Haare. Eine Zunge fährt über Lippen, eine Hand durchs Haar; Körper wiegen sich zur Musik, werden von der Musik hin und her gerissen wie willenlose Puppen. Ich werde selbst zur Puppe, meine Arme malen den Rhythmus, meine Füße stampfen den Takt, mein Körper wird zu mir und ich werde zu meinem Körper. Ich tanze, ich tanze. Keine Gedanken mehr, nur dieser Befehl. Tanzen.
Es ist, als habe die Musik etwas in mir ausgeschaltet. Eindrücke überfluten mich, jede Sekunde passiert etwas; ein Lächeln, eine Bewegung, eine Berührung. Und ich trinke, trinke all das wie ein durstiges Tier, aber ich werte es nicht aus. Ich sauge auf wie ein Schwamm und tanze weiter, ohne darüber nachzudenken; meine Arme schlagen die klebrige Luft, schlagen alles fort von mir.
Die Dinge passieren und sind passiert /
weitere Dinge passieren und weitere
werden passieren.
Ich schließe die Augen und werfe den Kopf in den Nacken.
Keine Gedanken mehr, nur dieser Befehl. Tanzen.
Ein Gefühl. Ein freier Platz um auszuruhen. Ausdruck - Und Zuflucht.

1 comment:

  1. ein freier platz um auszuruhen. unter ausgeschalteten menschen ist man tatsächlich - selbst laut pulsierend aus - frei.

    schön gesagt; danke.

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