24/05/2009

stumble on my life

Ich warf mich ins Tanzgetümmel, ließ die Musik die Regie über meinen Körper übernehmen, wirbelte, pulsierte. Plötzlich war A. auch da, wir lachten uns verlegen zu, zögerlich; dann dröhnte der Bass heftiger und meine Haare flogen, sie lachte, ihre Zähne leuchteten im Schwarzlicht. Schweiß, wirbelnde Silhouetten,
noch mehr Schweiß. Die Luft zu warm, zu drückend (schwer) um sie zu atmen; ich kämpfte mir meinen Weg nach draußen frei,
A. hinter mir herziehend.


Bei den Rauchern stehen? Nein. Wir stolperten keuchend und kichernd über Steine und Kiesel und unsere Füße, fanden nasses Gras. Und weiten Himmel. So fühlt sich Freiheit an, dachte ich; aber eigentlich dachte ich gar nichts, wir schlangen unsere Arme um einen Baum, lehnten uns an ihn, Finger an Rinde an Haut. Das Licht der umstehenden Laternen bleichte die Farben aus, wirkte fahl und doch nicht kalt, keine Kälte der Welt konnte mich erreichen.
Wir wanderten umher und füllten unsere Herzen mit Worten,
wir lagen nebeneinander im Gras; ich hatte sie scherzhaft zu Boden geworfen, in einem unerwarteten Moment genug Schwung aufgebracht. Lagen einfach im Gras, und es fühlte sich so richtig an.
Es fühlte sich richtig und gut an, als wir später eng umschlungen noch eine Weile dastanden und den Moment noch nicht beenden wollten. Dann ihre Hand in meiner, schlitternd und hüpfend wieder den Weg in die Gesellschaft gefunden; die Blicke der Umstehenden, irritiert und unter hochgezogenen Augenbrauen auf uns zielend.
Und ich lachte sie aus, all die gekrümmten Fragezeichen, all die gierigen Lästerzungen; lachte, weil sie das niemals erfahren würden, was das für ein Gefühl war. Ich hielt ihre Hand.
So vertraut, so leicht. (Wärme.)
So gut.

4 comments:

  1. Wow, wie schreibst du schön.

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  2. das ist wirklich wunderschön. ganz toll geschrieben, besonders das bild mit dem baum. ich bin an sich kein visueller mensch was vorstellungen angeht, aber ich hab diesen baum gesehen. wunderbar.

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  3. du und der bastiH. ihr seid beide so beängstigend (gut) was das vertexten von gedanken angeht. mir schauderts da immer. im positivsten sinne.

    deine stories würde ich gern mal auf ner lesung von dir hören... ;)

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  4. ich bin mir sicher, dass jeder so schreiben kann; man muss doch nur in sich hinein hoeren.

    pulsiv - vorgelesen klingt alles ganz anders.

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