12/07/2009

can't get her off of my brain

Gesang; viele Stimmen, zu einer Melodie vermengt, ein wiederkehrendes Muster. Ich kann die Gedanken schweifen lassen, während meine Lippen die Worte formen; mein Blick wandert durchs Publikum, betastet die gefüllten Bänke, springt von Gesicht zu Gesicht.

Da ist auch ihr Gesicht, natürlich, immer wieder zieht es meinen Blick zu ihr hin; verschämt, beinahe, gestehe ich es mir ein. Ihren Blick trifft der meine selten, nur flüchtig, ich beobachte sie mehr, als dass ich sie anschaue, ich beobachte und lerne. Lerne mehr über sie, lerne, sie einzuschätzen und ihre Fassade zu erfassen. Kälte strahlt sie aus, Selbstsicherheit. Ich begreife nicht, was sie so besonders für mich macht, aber es ist da.

Als die Trompeten einsetzen, spüre ich, wie meine Augen sich weiten und dann zu strahlen beginnen. Es klingt herrlich erfrischend, wie diese zwei Jungs in ihre Instrumente blasen, fröhlich und lebensfroh zugleich; eigentlich mag ich Trompeten überhaupt nicht, aber jetzt strahle ich, kann gar nicht aufhören, und ich werfe einen kurzen Blick zu ihr hinüber, nur um mein Strahlen in ihrem Gesicht widergespiegelt zu sehen. Ihr Inneres blitzt hervor, für einen Moment, und ich lache leise, entzückt, auf.

1 comment:

  1. ach, wann weiß man das schon, woher das besondere kommt. manche menschen haben das für einen, und andere nicht...

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