28/01/2010

far too tired to fall asleep

Ah, wie leicht das Leben doch ist.
- Und wie schwer man es nehmen kann.

E. und ich inmitten dieser weißen, märchenhaften Landschaft, die Bäume überzogen mit weißem Weich, zarte Schlieren; zarte, verästelte Kunstwerke aus Eis, und diese warme Stille. Ja, warme Stille, kalter Atemhauch, brennende Finger, aber diese warme Stille. Gedämpft, als habe jemand leise und beruhigend "Shh" gesagt und die Natur verstummte, alles verstummte, nur unsere Schritte sacht knirschend im Schnee, und aus E.'s Kopfhörern schwappte hin und wieder ein wenig Musik, dumpfe Beats nur, irgendwann nichts mehr.

Ich legte mich unter einen der Bäume und versuchte, das Bild von den schneebedeckten Ästen vor sanft schimmerndem Himmel in mich aufzusaugen, und dann warf er Schneebälle in den Baum, unter dem ich lag. Und ich lachte, als es auf mich herabschneite, und mein Lachen perlte von den dunklen Hauswänden ab und kullerte vor seine Füße.

Und ich warf ebenfalls, und ließ es schneien, und er sagte, so sei es langweilig. Ohne mein Lachen.

3 comments:

  1. schön das es immer geht. schnee beschreiben. ohne ins abgedroschene abzudriften.

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