15/02/2013

heading downstream

Sie sitzt auf dem Teppichboden, Kopf gesenkt; Strähnen ihres dunklen Schopfes verbergen Stirn und Augen.

Ich: Ratlos, hilflos. Still. Dann rutsche ich zu ihr herüber, rutsche ganz nah an sie heran, ziehe ihren Kopf an meine Brust. Ein leises Schluchzen wringt sich aus ihrer. Meine Hand streicht ihren Rücken. Ich lehne den Kopf an ihren. Atme in ihre Schulterbeuge. Ich will, dass sie weiß: Das Leben geht weiter. Und dass sie weiß: Ich will ihr nah sein. Ihr Kraft geben. Ich drücke einen Kuss in ihren Nacken und weiß: Nichts davon hilft. Nicht wirklich. Ich kann es nur trotzdem versuchen.

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