02/07/2013

fading from your memory

Ich bin müde, sagt J., und dann kommt sie doch noch vorbei. 

Sie ruft, draußen vor dem Fenster, und dann gehen wir zusammen einkaufen, und die Kassiererin will den Ausweis nicht sehen. Die Waffeln später sind luftig und gut, M. hat schlechte Laune, deshalb stichelt und piesackt sie, und ich flüchte mich in J.s Arme als ich nicht weiter weiß, als ich kein Kontra mehr geben will und kann. Ich bin froh, dass du gekommen bist, sage ich, und sie sagt, Ich auch. Und als wir uns die Bettdecke über die Köpfe ziehen, kann ich es wieder kaum fassen; dass sie mich so nah kommen lässt, dass sie mir verzeihen will, und vielleicht sogar verzeihen kann.

3 comments:

  1. habt ihr da noch ein bisschen platz unter der bettdecke?
    wieder so so schön geschrieben!

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  2. ich weiß ja nicht wirklich, wie und was, aber ich denke in letzter zeit wieder öfter über polyamores leben nacht. über die fähigkeit, mehrere zu lieben ohne zu lügen.
    vielleicht magst du diesen artikel hier mal lesen?
    http://www.migrosmagazin.ch/menschen/portraet/artikel/unlimitierte-liebe
    wie auch immer, ich mag deine texte einfach total gerne, weil du fenster öffnest, die viele nie zu öffnen wagen.
    danke!

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    1. Ich kann mich nicht entscheiden, ob Polyamorie einfach nur den Gipfel an Scheinheiligkeit beschreibt, oder ob die Sache ein paar Gedanken mehr wert ist.

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