30/11/2009

through smoke and mirrors

Manche Dinge nehmen erst dann Gestalt an, wenn man sie ausgesprochen hat. Während man spricht, sieht man ihnen
beim Wachsen zu, und man begreift, so ist es tatsächlich; diese
banalen Worte können diese scheinbar ungreifbaren Gefühle fassen.
Sie können es. Sie schaffen es, und das ist erschreckend
und erleichternd zugleich.

Kennst du das, diese flammende Begeisterung für ein Lied, irgendein Lied, es muss nicht mal gut sein, es muss nur irgendwie passen, und du hörst es wieder und wieder und kannst nicht genug bekommen. Für eine Weile. Und dann ebbt deine Begeisterung wieder ab und das Lied verschwindet von Jetzt auf Gleich von der Bildfläche, out of your mind. Du merkst es gar nicht; erst ein paar Tage später, vielleicht, oder Wochen, fällt dir auf, dass du dieses Lied mal geliebt, dass du es in Dauerschleife laufen lassen und dann einfach vergessen hast.

Genauso schnell kann Leidenschaft verfliegen. Verliebtheit kann einfach, vom einen auf den nächsten Moment, in sich zusammenschrumpfen und du siehst ihr dabei zu und fragst dich, warum, und willst sie festhalten, aber das ist nicht möglich. Ist einfach nicht möglich. Und vielleicht schrumpft sie auch nur scheinbar in sich zusammen, um im nächsten Augenblick größer denn je hervorzubrechen – Wer weiß das schon. Kann sein; kann sein, dass nicht.

Ich bin so unglaublich müde. Ich bin so unglaublich blue, but in a good way, you know?

2 comments:

  1. ich denke, das hängt ganz eng mit dem Aussprechen zusammen - zumindest bei mir.
    Ich mag dann immer gar nicht mehr aussprechen, nicht denken, nicht denken, nur fühlen fühlen.

    ReplyDelete
  2. Bei mir zu Hause feiern wir drei Mal Weihnachten. Meine Eltern sind getrennt, deshalb einmal im kleinen Kreis, dann mit der ganzen Familie väterlicher, dann der ganzen Familie mütterlicher Seite. Ich bekomme unheimlich viele Geschenke, verschenke aber auch viel. Ich mache dann immer eine "Geschenke-Liste", in der ich festhalte, was ich wem schenken möchte und ankreuzen kann, ob ich schon fertig bin, oder alle Utensilien gekauft habe.

    Ja, sprechende Katzen haben es mir auch angetan. Natascha hat mich mit ihrer Lila (so hieß sie doch?) sicherlich inspiriert, aber da wäre noch die Grinsekatze aus "Alice im Wunderland" oder der Kater aus "Coraline". Die Katzen haben immer eine etwas seltsame Ausstrahlung, aber meistens haben sie viel mehr Überblick als die anderen.

    Das Gefühl, das du in deinem Text beschreibst kenne ich. Manchmal denke ich mir, dass sehr oft die kurzen Gefühle die intensiveren sind.

    ReplyDelete