01/11/2011

to burden your mouth for what you say

Nach oben, zur Küche, zum Punsch und den Spinnweben.

Ich war ziellos und verzweifelt die Treppen hochgestolpert, und da sah ich J.; die Zimmertür stand offen, sie lag auf dem Bett. Mit geschlossenen Augen, und ihr Freund saß neben ihr; mit einer zerfledderten Mumie ins Gespräch vertieft. Das Abwägen der Situation dauerte genau zwei Sekunden.

Ich wollte Geborgenheit. Ich wusste, wo ich danach suchen musste.

Ich krabbelte über J.’s Beine, legte mich neben sie, griff mir ihren Arm und hielt mich daran fest. Umschlungen. Ihre Müdigkeit ließ nur matte Irritation zu; sie fragte vorsichtig, was denn los sei, und streichelte mir übers Haar. Ich wollte alles, alles erzählen und durfte nicht, wir hatten einen Pakt geschlossen; „not even my closest confidant“, und heiße Tränen liefen mir schräg übers Gesicht.

Streiften ihren Oberarm und versickerten in der Bettdecke.

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