Manchmal stürze ich mich in ein Lied, und dann bin ich da drin, und es ist gut, dass ich da drin bin. Vielleicht singe, vielleicht schreie ich den Text mit, vielleicht auch gar nicht. Und es ist gut.
Es ist als würde Wasser über meine Gedanken gegossen, und eben waren sie noch verschmiert und voller Unreinheiten und verfilzt und alles, und dann wummert der Beat in meinem Bauch, und alles wird klar und deutlich. Meine Ohren erfüllt von der Musik, nur von der Musik, und in meinen Kopf lasse ich auch nichts anderes rein; die Augen halte ich geschlossen.
Nur das Lied und ich. Diese Stimme und meine Stimme.
Und meine Gedanken.
Es werden nicht alle sauber, natürlich nicht, aber auf einmal sehe ich einen. Ein Satz manchmal, manchmal ein Gefühl, meistens beides auf einmal; ganz klar und ungetrübt, erfüllt mich mit der Musik. Erfüllt mich, und ich weiß, so ist das.
So, und nicht anders. Ganz genau so.
under the lights, over the moon
Es gibt sie einfach – diese Tage, an denen man aufwacht, und alles ist richtig. Nicht etwa, weil sich über Nacht alle Probleme in Luft aufgelöst haben oder man einen schulfreien Tag vor sich hat. Es muss weder die Sonne scheinen, noch das Lieblingslied im Radio laufen, an einem solchen Tag; und dennoch –
Man wacht auf, und spürt es. Die Bettdecke umschmiegt einen freundlich, auf den Lippen liegt noch der flüchtige Nachgeschmack eines Traumes; und man reibt sich die Augen, streicht sich durch die Haare, und alles scheint einem wohlgesonnen zu sein. Genüsslich kuschelt man sich in die Kuhle der Matratze, so weich wie noch nie, und man lächelt in sich hinein und wird ganz warm, innen drin.
Tapsend auf dem Weg ins Bad. Das Spiegelbild blinzelt verschlafen zurück, verwuschelte Haare. Das Müsli schmeckt intensiver als sonst, die Zeitung raschelt; und das Lächeln wandert langsam vom Bauch hinauf, gluckst in der Kehle, springt auf die Lippen und macht es sich dort bequem.
Alles ist so richtig. Die eigene Haut fühlt sich richtig an; so weich und warm und man selbst. Und dann verfliegt das, im Laufe des Tages, und am Abend, wenn du im Bett liegst, erinnerst du dich vielleicht daran. Dass alles richtig war. Und dann weißt du nicht mehr, was es war, das es verscheucht hat, dieses Gefühl, und bist vielleicht kurz traurig, weil du es gern gehabt hast. Und kurz bevor du einschläfst denkst du – Wann es wohl wiederkommt?
Und du hoffst, dass es bald ist. Dieses Mal wirst du darauf aufpassen.
Man wacht auf, und spürt es. Die Bettdecke umschmiegt einen freundlich, auf den Lippen liegt noch der flüchtige Nachgeschmack eines Traumes; und man reibt sich die Augen, streicht sich durch die Haare, und alles scheint einem wohlgesonnen zu sein. Genüsslich kuschelt man sich in die Kuhle der Matratze, so weich wie noch nie, und man lächelt in sich hinein und wird ganz warm, innen drin.
Tapsend auf dem Weg ins Bad. Das Spiegelbild blinzelt verschlafen zurück, verwuschelte Haare. Das Müsli schmeckt intensiver als sonst, die Zeitung raschelt; und das Lächeln wandert langsam vom Bauch hinauf, gluckst in der Kehle, springt auf die Lippen und macht es sich dort bequem.
Alles ist so richtig. Die eigene Haut fühlt sich richtig an; so weich und warm und man selbst. Und dann verfliegt das, im Laufe des Tages, und am Abend, wenn du im Bett liegst, erinnerst du dich vielleicht daran. Dass alles richtig war. Und dann weißt du nicht mehr, was es war, das es verscheucht hat, dieses Gefühl, und bist vielleicht kurz traurig, weil du es gern gehabt hast. Und kurz bevor du einschläfst denkst du – Wann es wohl wiederkommt?
Und du hoffst, dass es bald ist. Dieses Mal wirst du darauf aufpassen.
running out of legs to stand on
Müde öffnete ich den Kühlschrank; gähnende Leere schlug mir entgegen, als habe sie nur darauf gewartet. Einzig ein Schälchen mit Spaghetti stand bereit, einsam in eine Ecke verkrochen und doch nicht unsichtbar genug, um übersehen zu werden – Unsanft griff ich es mir und schob es, nachdem die Kühlschranktür knallend zugeschlagen worden war, in die Mikrowelle.
Wenigstens schmeckten sie, die Nudeln. Über und über mit Tomatensoße begossen. Ich schlürfte mehr, als dass ich kaute; schluckte Löffel voll roter Soße, und sie rann meinen Hals hinab und füllte meinen Bauch mit wohltuender Wärme, füllte ihn bis an den Rand.
Rot. Schwarz.
Die Vorstellung gefiel mir. Sie gefiel mir verdammt gut.
Wenigstens schmeckten sie, die Nudeln. Über und über mit Tomatensoße begossen. Ich schlürfte mehr, als dass ich kaute; schluckte Löffel voll roter Soße, und sie rann meinen Hals hinab und füllte meinen Bauch mit wohltuender Wärme, füllte ihn bis an den Rand.
Rot. Schwarz.
Die Vorstellung gefiel mir. Sie gefiel mir verdammt gut.
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