14/03/2009

memories, following me like a shadow

Wenn dir das Leben vor den Augen zerrinnt, zartschmelzende Saitenklänge, ein Spiegel, mit der Vorderseite nach unten auf dem Tisch liegend. Wenn eine Botschaft in dir nachhallt, und du ihr mit sehnendem Blick nachschaust, wie sie verblasst; und du dann auf dem Boden sitzt und Verzweiflung aus dir herausströmt.

Wie ein unverhoffter Regenguss, es schüttelt dich. Deine Finger gleiten ab, alles entwindet sich dir, so scheint es; mit den Fingernägeln jede Ritze suchend und doch vergebens. Die Harmonie, sie fehlt; unter dem Bett große Staubflocken, auffordernd wackelnde Zeigefinger; der gesamte Raum sehnt sich nach eifrigem Wischen und Putzen, nach einer ordnenden Hand. Wie mein Zimmer, so auch ich. Einen schreckhaften Menschen sehe ich vor mir; jemanden, der die Gewissheit scheut aus Angst vor Hässlichkeit. Und Schmerz. Diesem abgrundtiefen Schmerz, ich weiß nicht, kann ich ihm standhalten? Nein, flüstert etwas, und was bist du, wenn all deine zusammengeträumten Köstlichkeiten nicht ein, nicht ein winziges Bisschen nach Wahrheit schmecken?

1 comment:

  1. Es ist erstaunlich, welchen Dingen ein Mensch standhalten kann.

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