07/12/2011

feeble-minded, wrong and senseless

Mir fallen da nur Bruchstücke ein.

Gerade, wenn ich nichts von der Welt wissen will, beginnt sie, schmeichelnd meine Beine zu umstreichen. Und dann streckst du die Hand aus, und spürst Krallen, und verstehst - wirklich nichts, einfach gar nichts mehr.

Dieses ständige Hin und Her. Ihr Blick, und dann wendet sie ihn ab und ich stehe allein, stehe dumm da. Manchmal lächelt sie mir zu, und dann wirft sich meine Vorsicht zusammen mit Vernunft und Stolz über die Reling. Dann lächle ich zurück, nein, ich strahle. Ich strahle sie an, und dann schaut sie wieder weg und ich, ich strahle noch ein bisschen, aber dann kommen die Zweifel, und die Vernunft klettert zurück an Bord, und die Angst hat mir inzwischen den Brustkorb eingeschnürt.

Angst, etwas fehl zu deuten; Angst davor, in eine Falle zu geraten.

Manchmal bin ich stark, und dann erwidere ich ihre Blicke mit einer gewissen Schamlosigkeit, mit provokantem Blitzen. Sie schaut dann schnell weg, und ihre Augenbrauen heben sich unmerklich.

Manchmal schaue ich sie an und weiß, dass sie das spürt, und dass sie aber den Blick nicht heben wird; und dann betrachte ich ihr Gesicht mit leiser Intensität, und denke, wie schön du bist. Und wie magisch, wie magisch sich das anfühlt, dich anzuschauen.

Wie du mich scheinbar nicht siehst, aber dann doch, und unsere Blicke treffen sich zaghaft, aber das bist du nie, zaghaft, das passt nicht zu dir; also schiebst du die Tür zu. Nur einen Moment lang, für einen Moment habe ich dich gesehen. Und selbst das ängstigt dich schon, ist es nicht so?

3 comments:

  1. Das kann ich gut verstehen. Meinst du nicht, dass es auf beiden Seiten Angst/Unsicherheit ist, die sich nur immer ein wenig anders maskiert?

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  2. Ich schaetze, man weiss es nicht / wird es nie wissen, wenn man die Maskerade niemals abwirft. Dass ist dann vermutlich das Opfer, das man bringt, um immer stark zu wirken.

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  3. Auf jeden Fall! Wenn du mich fragst,ein unverhältnismäßig großes Opfer. Deshalb glaube ich,dass man sich die Rolle der Starken nicht ausgesucht hat. Sie ist ein Fluch, mit dem es sich ganz gut=sicher lebt. Aber wie jeder Fluch, muss er gebrochen werden.
    Es gibt nichts,wirklich nichts an dem ich momentan stärker dran arbeite als daran.

    Also hinweg mit der Maskerade!

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