Mein Blick verengt sich. Sie steht da, ans Fenster gelehnt, eine Dose Bier in der Hand, und schaut vage ins Nichts.
"Warum tust du es dann nicht
einfach."
Sie schaut auf, fragend,
verwirrt; die Härte in meiner Stimme hat sie verletzt. Ihr Blick
tastet mich ab.
"Ich will einen friedlichen Tod",
sagt sie dann. "Deshalb."
"Dann nimm Tabletten", sage ich, "warum nimmst du nicht einfach Tabletten und bringst es hinter dich,
verdammt."
Sie schaut mich still an.
"Weil
ich feige bin."
Den letzten Schluck kippe ich mir auf die Zunge, dann wird die Dose zerquetscht, und
landet leise klappernd im Hinterhof.
Ich verstehe das irgendwie, sagt jemand, der dabei steht, und ich muss mir den Mist nicht anhören, muss mir keine Diskussion darüber anhören, wie lebenswert das Leben denn nun wirklich ist, und überhaupt, sind wir nicht alle ein bisschen suizidgefährdet. Hatten wir diese Gedanken nicht alle schon mal, Nein, sage ich laut, ich verstehe das nicht.
Ich verstehe das irgendwie, sagt jemand, der dabei steht, und ich muss mir den Mist nicht anhören, muss mir keine Diskussion darüber anhören, wie lebenswert das Leben denn nun wirklich ist, und überhaupt, sind wir nicht alle ein bisschen suizidgefährdet. Hatten wir diese Gedanken nicht alle schon mal, Nein, sage ich laut, ich verstehe das nicht.